Kontur Magazin | HOCH HINAUS UND IN DIE TIEFE
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About This Project

Hoch hinaus und in die Tiefe

 

Liebherr Nenzing ist Qualitäts- und Technologieführer im Baumaschinenbereich. Fortlaufend werden Lösungen erarbeitet, die Prozesse auf Baustellen erleichtern.

 

Wir arbeiten kontinuierlich an Lösungen, die die Prozesse auf der Baustelle erleichtern. Diese reichen von der Anwendung-beratung und Einsatzplanung über das Training an hochmodernen Simulatoren bis hin zur Erfassung, Übertragung und Auswertung von Maschinendaten“, so  der Geschäftsführer Vertrieb im Liebherr-Werk in Nenzing, Gerhard Frainer. Als Qualitäts- und Technologieführer im Baumaschinenbereich steht die Liebherr-Werk Nenzing GmbH seit 40 Jahren für hohe Innovationskraft. In den vergangenen vier Jahrzehnten hat sich zwar die Produktpalette des Unternehmens geändert, nicht aber der Anspruch, Lösungen anzubieten, die auf die Bedürfnisse der Kunden ausgelegt sind. Nach der Gründung des Unternehmens und dem Bau der ersten Fertigungshalle im Jahr 1976 wächst die Mitarbeiterzahl bereits in den ersten drei Jahren auf knapp 550 an. Der Fokus liegt anfangs auf der Konstruktion von Schiffskranen sowie der kundenspezifischen Fertigung von Offshorekranen. Bereits 1979 erweitert Liebherr sein Fertigungsprogramm und ist weltweit der erste Hersteller, der hydraulisch angetriebene und elektronisch gesteuerte Seilbagger anbietet. In den Folgejahren wird das Werk in Nenzing kontinuierlich ausgebaut. Gleichzeitig kommt es zur Gründung neuer Vertriebs- und Servicegesellschaften aber auch weiterer Produktionswerke in aller Welt.

 

Wachstum und neue Märkte

 

In den 1990er-Jahren wächst das Unternehmen zusehends. Die Gründe liegen unter anderem in der Erschließung neuer Märkte, wie etwa Nordamerika oder Asien. Insbesondere Seilbagger erleben beim Wolkenkratzerbau in Hongkong eine wahre Blütezeit. Zudem tragen zahlreiche Innovationen zum Erfolg bei. Ein Beispiel stellt das einzigartige Unterwagenkonzept für die in den 80er-Jahren in das Produktsortiment aufgenommenen Hafenmobilkrane dar. Im neuen Jahrtausend wird dem Spezialtiefbau eine große Bedeutung beigemessen. Für diesen Bereich bietet Liebherr neben Seilbaggern mit Anbaugeräten nun auch Ramm- und Bohrgeräteserien an. Das im Jahr 2005 in Betrieb genommene Schwesterwerk in Rostock übernimmt zunehmend Entwicklung, Produktion und Vertrieb der maritimen Krane. Auf der Leitmesse Bauma im April dieses Jahres wurden den Tausenden Messebesuchern unter anderem mit dem Raupenkran LR 1100 und dem Rammgerät LRH 600 weitere Neuheiten gezeigt.

 

Simulator für Baumaschinen

 

Seine Stellung in der Branche als ganzheitlicher Systemanbieter untermauert Liebherr mit dem Simulator für Baumaschinen. Mit dessen Hilfe können die verschiedenen Szenarien in einem wirklichkeitsnahen, virtuellen Umfeld trainiert werden. Das ist ein wichtiger Schritt zur Erhöhung der Sicherheit und zur Steigerung der Effizienz auf der Baustelle. Die Simulatoren bieten hoch entwickelte Lösungen, welche es Fahrern von Raupenkranen und Spezialtiefbaugeräten ermöglichen, ihre Fähigkeiten in einer virtuellen, jedoch realistischen Umgebung zu schulen. Die effiziente und kosteneffektive Weiterbildung von Geräteführern unter Einhaltung höchster Sicherheitsstandards ist eine der zentralen Anforderungen des Baugeschäftes. Der Simulator ist in drei verschiedenen Konfigurationen erhältlich: als Schulungsraum, Kabine oder Container. Die Schulungsraum-Lösung kann in bestehende Trainingszentren integriert werden.

 

Zusätzlich bietet das Unternehmen zahlreiche Instrumente zur Planung der für einen Baustelleneinsatz am besten geeigneten Geräte sowie zur Erfassung und Dokumentation wichtiger Maschinendaten an. Um diese Daten bestmöglich zu nutzen, werden sie schrittweise digital miteinander vernetzt. So wird die Arbeit aller am Bau beteiligten Personen sinnvoll unterstützt.

 

Auf dem richtigen Weg

 

Einige zentrale Verkaufserfolge unterstreichen die Richtigkeit des eingeschlagenen Weges. An das türkische Amt für Wasserwirtschaft (DSI) wurden beispielsweise 51 Seilbagger verkauft, welche hauptsächlich für den Hochwasserschutz eingesetzt werden. Um die Bediener der Geräte optimal auf ihre zukünftigen Aufgaben vorzubereiten, erwarb DSI zusätzlich die modernste Variante des neuen Schulungssimulators mit eigens entwickelten Trainingsszenarios.

 

Darüber hinaus waren insgesamt drei Liebherr-Hydroseilbagger im ersten Halbjahr 2016 an infrastrukturellen Maßnahmen im Zuge der Erweiterung des Flughafens Barcelona-El Prat beteiligt. Unter den Maschinen befanden sich mit zwei HS 8100 HD auch Modelle der neuesten Generation. Die Arbeiten umfassten unter anderem einen Anschluss des neuen Flughafenareals an die Linien der S-Bahn. Beim HS 8100 HD kann eine weitere Verringerung des Kraftstoffverbrauchs sowie eine Senkung von Schallemissionen durch den optionalen „Eco-Silent Mode“ erreicht werden. Des Weiteren überzeugt dieses Modell mit seinem neuen und zuverlässigen Sicherheitskonzept.

 

Für komplexe Aufgaben im Spezialtiefbau setzt das Vorarlberger Bauunternehmen Hilti & Jehle GmbH auf moderne und leistungsstarke Geräte von Liebherr. Bei diesem Unternehmen ist u. a. das weltweit erste verkaufte Modell des neuen Ramm- und Bohrgerätes LRB 355 im Einsatz. Seine Premiere feierte das 105 Tonnen schwere und in maximaler Konfiguration 33,5 Meter hohe Gerät auf einer Baustelle am Messegelände in Dornbirn. Besonders hervorzuheben ist die Kraftstoffeffizienz des Dieselmotors.

 

Junge Berufseinsteiger

 

Insgesamt konnte Liebherr Nenzing im heurigen Jahr 33 neue Lehrlinge willkommen heißen. Die Lehrlingsausbildung genießt im Unternehmen schon seit den Anfangsjahren einen hohen Stellenwert. Aktuell kümmern sich 15 hauptberufliche Ausbilder, darunter eine Ausbilderin im Bereich Konstruktion, intensiv um die jungen Berufseinsteiger. In diesem Jahr starteten die Lehrlinge ihre Ausbildung in den Berufen Stahlbautechniker, Schweißtechniker, Lackiertechniker, Elektrotechniker, Maschinenbautechniker, Konstrukteur sowie Bürokaufmann bzw. -frau.

 

Sowohl die Anzahl der Lehrlinge als auch die Zahl der angebotenen Berufsfelder haben sich seit dem Start der Lehrlingsausbildung 1978 kontinuierlich erhöht. Alles in allem schlossen bisher mehr als 700 Lehrlinge ihre Ausbildung im Unternehmen erfolgreich ab. Damit leistet Liebherr einen wichtigen Beitrag zur Verringerung des Facharbeitermangels in Vorarlberg.

AUSGABE

Winter 2016

AUTORIN

Ernest F. Enzelsberger

BILDER

Liebherr Nenzing, Bernd Hofmeister

Category
Mit Liebherr Nenzing um die Welt